Stereolithographie

SLA, Stereolithographie, SL, Resin, 3d Druck, Aufbau, Schema, Prozess
Aufbau eines SLA-Druckers

Bei der Stereolithographie (SLA) handelt es sich um ein AM-Verfahren, das auf der Polymerisation eines lichtempfindlichen Harzes basiert. Zur Erzeugung eines Bauteils fährt eine Bauplattform, die sich in einem mit dem Photopolymer gefüllten Behälter befindet, um den Betrag einer Schichthöhe nach unten. Die Oberfläche wird anschließend entsprechend der Bauteilkontur mit einem UV-Laser belichtet, sodass die Flüssigkeit an den entsprechenden Bereichen aushärtet. Der Laser wird durch ein Scannersystem, das aus drehbaren Spiegeln besteht, gelenkt. Nach Vollendung einer Ebene wiederholt sich der Prozess bis das gesamte Bauteil erzeugt ist. Zwischen den einzelnen Schichten fährt ein Beschichter über die Oberfläche, um einen gleichmäßigen Auftrag der Flüssigkeit zu gewährleisten. Ist der Prozess abgeschlossen, wird das Bauteil aus dem Behälter entnommen und in einer UV-Kammer ausgehärtet, um seine endgültige Festigkeit zu erlangen. Da bei dem Prozess Stützstrukturen benötigt werden, müssen diese im Anschluss noch manuell entfernt werden. Durch die hohe Genauigkeit des Lasers und die geringe Schichthöhe von üblicherweise 15 µm – 50 µm können Bauteile mit einer sehr hohen Auflösung und Oberflächenqualität erzeugt werden. Die erzeugten Bauteile weisen nur eine geringe Festigkeit auf und altern durch die Bestrahlung mit UV-Licht. Die Stereolithographie wird häufig für Anschauungsobjekte oder für die Erzeugung von Positivmodellen für Gießverfahren verwendet. Kleine Anlagen für private Nutzer können bereits für wenige Hundert Euro erworben werden. Wird ein größerer Bauraum oder eine hohe Druckqualität gewünscht, steigt der Preis auch schnell auf einige Tausend Euro. Das Harz ist meistens teurer als beispielsweise das Filament für FDM-Drucker, wodurch die Betriebskosten etwas höher liegen.

 

 

Vorteile:

  • Sehr hoher Detailgrad
  • Preiswerte Anlagen erhältlich

 

Nachteile:

  • Geringe Bauteilfestigkeit
  • Alterung der Bauteile
  • Postprocessing notwendig
  • Stützstrukturen notwendig